Ab in den Garten

Stress bei der Gartenarbeit: Das gibt es doch gar nicht!

Mach‘ doch gleich mal zu Beginn den untrüglichen Quickcheck: Schließe einfach für einen Moment die Augen und frag‘ dich, wie oft du schon schlecht gelaunte, gestresste Menschen bei der Gartenarbeit gesehen hast. Eben! Es ist ja auch wirklich so gut wie unmöglich, in Hektik und Stress auszubrechen, während frische Setzlinge in die neuen Beete gepflanzt werden, der herrliche Duft von frisch geschnittenem Gras in der Nase kitzelt und der Blick über das bunte Blumenmeer schweift.

Jäten, mähen, harken, graben – Gartenarbeit ist ein beruhigendes Erlebnis für alle Sinne, das man im eigenen Garten, auf der eigenen Terrasse oder städtisch trendbewusst beim Urban Gardening oder Urban Farming genießen kann. Sich bei Gartenarbeit in frischer Luft und Sonnenschein zu bewegen baut Stress und Ängste ab und sorgt ganz natürlich für Gelassenheit.

 

„Gartentherapie“. Eine neue interdisziplinäre Behandlung.  

Dass dies durchaus auch therapeutischen Wert hat, zeigen Mediziner seit einiger Zeit erfolgreich in der Therapie von Unfallopfern, Herzinfarktpatienten, Depressionen und Demenz. „Gartentherapie“ nennt sich die interdisziplinäre Behandlungsform, bei der die Arbeit im Garten mit physio- und ergotherapeutischen Maßnahmen zu einem Programm verknüpft wird. Der Wiener Arzt und Experte für Garten-Therapie, Dr. Fritz Neuhauser, hat untersucht, welche Auswirkungen Gartenarbeit auf den menschlichen Organismus hat.

 

So gut kann uns Garten tun:

  • Bereits nach 8 Minuten im Garten sinkt der Blutdruck um 10 %. Bei Hochdruckpatienten nimmt er sogar noch mehr ab.
  • Der Puls wird ruhiger, die Herzfrequenz gleichmäßiger. Wer vorher nervös war, der erholt sich rasch.
  • Der gesamte Stoffwechsel wird angekurbelt.
  • Muskelverspannungen lösen sich. Gartenarbeit zeigt oft mehr Erfolge als eine Massage.
  • Ängste verschwinden und die allgemeine Stimmung steigt. Wer mit Begeisterung im Garten arbeitet und sich mit farbenprächtigen Blumen und Kräutern beschäftigt, der kurbelt ganz massiv die Produktion von Glückshormonen an.
  • Die körperliche Koordination verbessert sich, die geistige Aufmerksamkeit nimmt deutlich zu.
  • Beruflich oder privat überforderte Menschen können seelische Verspannungen abbauen und wieder innere Ruhe finden. Durch die Gartenarbeit wird man wieder stressfest.

 

TIPP: Mähe den Stress einfach weg!

Manche Wissenschaftler wollen jetzt sogar nachgewiesen haben, dass Rasenmähen eine ganz spezielle Naturarznei ist. Rasenmähen beruhigt, entspannt und ist ein wunderbarer Schutz gegen das weit verbreitete Burnout Syndrom, kann aber auch helfen, wenn man bereits zum Stress-Opfer geworden ist.

Wer im Berufs- wie auch im Privatleben den ganzen Tag Stress und Zeitdruck erlebt, braucht Ruhe und Entspannung. Er muss erst wieder lernen, seinen Verpflichtungen und Zwängen zu entkommen. Er braucht neue Kraft, um seine Akkus aufladen zu können.

 

Rasenmähen: Mähr Entspannung und mähr Konzentration.

  • Wir müssen uns konzentrieren, damit der Rasen nach dem Mähen wieder schön aussieht.
  • Durch die Konzentration kann man leicht die Probleme des Alltags vergessen.
  • Frisch geschnittenes Gras setzt ätherische Substanzen frei, die entspannend und stimmungsaufhellend wirken können.
  • Der gepflegte Rasen erfreut am Ende der Arbeit unsere Seele, was uns wiederum stressfest macht.
  • Obendrein bauen wir Körpergewicht ab: Eine Stunde Rasenmähen hilft, 300 Kilokalorien zu verbrennen.

 

Der Garten Eden als Fitnesstempel.

Denn ein Garten ist oft nicht nur Wohlfühl-Oase, sondern auch Fitnesszentrum. Beim garteln werden Muskelgruppen an Armen und Beinen, Rücken und Bauch eingesetzt. Das fördert Kraft, Beweglichkeit, Kreislauf und stärkt die Knochen. Außerdem bildet der Körper Vitamin D, das nicht nur Osteoporose, sondern auch Krankheiten wie Krebs und Herzproblemen vorzubeugen kann. Der Stoffwechsel wird angekurbelt, das Immunsystem gestärkt, das Diabetesrisiko gesenkt und die Blutfette werden positiv beeinflusst –  das „gute“ HDL-Cholesterin steigt, das „böse“ LDL-Cholesterin sinkt.
Welche Sportarten sonst noch gegen Stress helfen, haben wir hier zusammengefasst: „Sport gegen Stress“

Also, worauf noch warten? Ab in den Garten!

 

Links für noch mehr Informationen rund um Gartenarbeit und Stressabbau

 

Kategorie: Allgemein