Gestresste Studenten

Studenten sind doch nicht gestresst, oder doch?

Denkt man an ein Studentenleben fallen einem in erster Linie die Schlagwörter Party, Freizeit und jede Menge Spaß ein. An das Thema Stress denkt man dabei kaum. Dennoch ist mittlerweile bewiesen, dass auch Studenten unter enormen Druck stehen und mit Prüfungsangst, Anspannung, Zukunftsplanung und vielen anderen Themen zu kämpfen haben. Und das ist gar nicht so unproblematisch. Denn neben den Stress-Symptomen wie Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Magenproblemen, Schwindel und Konzentrationsschwächen kann Stress langfristig auch gesundheitliche Folgen mit sich ziehen. Neben Angstzuständen und Depressionen können auch Bluthochdruck oder Herzprobleme auftreten. Deshalb ist es besonders für Studierende wichtig, sich bereits frühzeitig mit dem Thema Stress und dessen Vermeidung auseinander zu setzen.

 

53 % aller Studenten leiden unter Stress*

Eine Studie von 2016, durchgeführt an 18.000 deutschen Studenten, bringt spannende Ergebnissen zutage. Studierende assoziieren mit Stress Zeitdruck, Leistungsdruck, Angst vor Überforderung und Erwartungsdruck. So wundert es auch nicht, dass rund 53 % der Studenten nach eigener Einschätzung mit einem hohen Stresslevel zu kämpfen haben.

Die zentralen Outcomes der Studie waren folgende:

  • Studentinnen sind gestresster als ihre männlichen Kollegen.
  • Für Fachhochschüler ist der Stress größer als für Studenten an der Universität.
  • Der Stresspegel an staatlichen Universitäten ist höher als an privaten.
  • Bachelorstudenten sind besonders gestresst.
  • Die Studienrichtungen mit dem größten Stresspotential sind Veterinärmedizin, Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Informatik und Kunst. Sportwissenschaften zählt zu den Studienrichtungen mit den wenigsten gestressten Studenten.

Die Reaktionen auf Stress von Studenten sind laut Studie vor allem Unzufriedenheit, Unruhe, Suche nach Ablenkung, Schlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten und Antriebslosigkeit. Die gute Nachricht? Mit der richtigen Herangehensweise kann Stress ganz schnell abgebaut und sogar vermieden werden.

 

6 Tipps zur Stressbewältigung im Studium

Im Folgenden findet ihr einige Tipps zur Stressbewältigung, die einfach und rasch in das tägliche Leben einzubauen sind.

1. Aufgaben nicht verschieben

Dinge, die man schnell im Alltag erledigen kann, sollte man nicht aufschieben. Morgens einmal früher wach? Dann kann die Zeit auch genutzt werden, um den Geschirrspüler zu starten. So kommt man nach dem Unitag abends in die Wohnung und kann sich entspannen.

2. Genügend Bewegung

Auch Bewegung sollte im Alltag integriert werden. Neben dem Effekt, dass körperliche Ertüchtigung einen ermüdet, ist Sport auch ein hervorragender Ausgleich zur Uni.

3. Freizeit und soziale Kontakte

Freunde und Freizeitaktivitäten tragen enorm zum eigenen Wohlbefinden bei, was wiederum den alltäglichen Stress reduziert. Wichtig: bei einem Treffen mit Freunden nicht an die nächsten Aufgaben oder Prüfungen denken.

4. Gute Ernährung

Die Auswahl der richtigen Lebensmittel ist enorm wichtig, weil sie nicht nur die Gesundheit fördern, sondern das richtige Essen auch zusätzlich Energie verschafft.

5. Belohnungen

Wer viel leistet, darf sich auch mal belohnen. Egal, ob das jetzt ein Stück Schokolade, eine heiße Tasse Tee oder ein Kinobesuch sind – kleine Belohnungen motivieren und lassen den Lernaufwand nicht mehr ganz so schlimm erscheinen.

6. Ruhe tanken

Wichtig ist es, sich jeden Tag Ruhephasen einzuplanen. Das kann eine kurze Ich-Zeit sein, in der man sich einfach in die Badewanne legt und abschaltet oder gemütlich eine Tasse Tee trinkt. Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga können die Ruhe in einem fördern.

 

Bereits in jungen Jahren sollte man sich Gedanken über das Thema Stress machen und präventive Maßnahmen ergreifen. Mit einfachen Tipps lässt sich Stress schon im Vorfeld vermeiden und reduzieren, um spätere Folgen zu minimieren.

* Quelle: AOK-Studie, Deutschlands Studenten sind gestresst, Stand 18.09.2017, 11:55 Uhr

 

Kategorie: Studium