Hausfrau, Mutter, Managerin

Die Balance zwischen Beruf und Familie

Frauen haben eines über Jahre hinweg gelernt – sie müssen funktionieren – vor allem als berufstätige Mutter. Deshalb wundert es auch kaum jemanden, dass viele Mütter häufig überfordert und gestresst sind. Frauen müssen täglich den Spagat zwischen Kindergarten, Schulfest, Businesstermin, Arztbesuch und Hausarbeit schaffen. Dabei ist es oftmals gar nicht notwendig, perfekt zu sein und alles zu meistern. Das einzige, was aus dieser übertriebenen Perfektion entsteht, sind Frust und Stress. Was viele bei den täglichen Aufgaben des Alltags oft vergessen, sind die eigenen Bedürfnisse. Diese werden viel zu selten vorne angestellt. Man möchte ja schließlich für alle da sein. Doch genau diese Doppelbelastung führt gerade bei berufstätigen Müttern häufig zu chronischem Stress. Und das passiert meist schleichend.

 

Woher weiß ich, dass ich gestresst bin?

Das Berufsleben alleine stellt uns schon von Herausforderungen. Wenn dann noch ein Kind dazu kommt, gibt es weitere Themen, die berufstätige Mütter belasten können. Einige Gründe, die zu Stress führen, sind im folgenden aufgezählt:

  • Zu hohes Arbeitspensum für die vereinbarten Arbeitsstunden
  • Keine flexiblen Arbeitszeiten
  • Zu wenig Unterstützung vom Partner und der Familie
  • Koordination der privaten Termine liegt allein in Frauenhand
  • Geringeres Einkommen

 

5 Tipps für eine berufstätige Mutter

Gerade als berufstätige Mutter ist es wichtig, sich Methode zur Stressvermeidung anzueignen und aufzubauen. Deshalb finden Sie hier einige hilfreiche Tipps zur Stressbewältigung:

1. Darauf konzentrieren, was gerade zu tun ist

Vor allem im Job ist es wichtig, sich zu konzentrieren. Versuchen Sie sich bewusst zu machen, dass ihr Kind in dieser Zeit gut aufgehoben ist. Der Kindergarten, die Oma oder die Tagesmutter kümmern sich um Ihr Kind und werden Sie kontaktieren, wenn etwas unerwartetes passiert. Vertreiben Sie die Gedanken und konzentrieren Sie sich auf Ihre Aufgaben. Sie werden nicht nur schneller sein, sondern auch weniger unruhig und gestresst.

2. Auszeit für Mama

Auch Mütter brauchen eine Auszeit. Deshalb nehmen Sie sich die Zeit. Wenn die Kinder klein sind, können die Schlafzeiten genutzt werden. Wenn die Kinder schon etwas größer ist, kann eine komplette „Mami-Stunde“ eingeführt werden. Dabei den Kids einfach erklären, dass Mama nicht gestört werden will und im Normalfall wird das auch ohne weiteres akzeptiert.

3. Mama-Bereich

Jede Mutter braucht auch einen Bereich, in den sie sich zurück ziehen kann. Egal, ob das ein Raum oder auch nur der Kuschel-Sessel ist – dieser Bereich gehört Ihnen alleine.

4. Mama-Netzwerk

Auch wenn man im Normalfall alles im Griff hat, kann es immer wieder zu unerwarteten Situationen kommen. Die Tagesmutter fällt aus, Oma ist krank und das Meeting lässt sich auf keinen Fall verschieben. In so einem Fall ist ein starkes Netzwerk enorm hilfreich. So ein Netzwerk sollte man sich bereits in der frühen Mama-Phase zulegen und pflegen. Und neben dem großen Plus, dass Sie immer jemanden haben, der Ihnen etwas abnimmt, entstehen auch noch neue Freundschaften.

5. Frauen-Abend

Manchmal braucht es nicht viel, um den stressigen Alltag hinter sich zu lassen. Viele Mütter „erlauben“ es sich selbst aber oftmals nicht. Dabei ist es nicht nur für sie sondern auch für den Vater eine Bereicherung, wenn Sie sich einen Abend Auszeit nehmen und einfach entspannt mit ihren Freundinnen essen gehen. Papa und Kind genießen die Zeit zu zweit mit Sicherheit.

 

Gerade als berufstätige Mutter ist es wichtig, Grenzen zu ziehen. Denn keiner hat etwas davon, wenn es Ihnen schlecht geht. Nicht Ihre Kinder, nicht Ihr Partner und auch nicht Ihr Chef und die Kollegen. Deshalb offen ansprechen, was die Herausforderung ist und gemeinsam Lösungen finden. Und immer daran denken: Man muss nicht perfekt sein.

 

 

Kategorie: Familie und Beruf