Stress? Mahlzeit!

Stressige Arbeitswochen, Liebeskummer oder Uni-Deadlines – sie haben vieles gemeinsam, von schlaflosen Nächten zu Gereiztheit bis hin zu dem allbekannten Griff in die Süßigkeitenschublade. Genau diesem Phänomen möchten wir auf den Grund gehen: warum packt uns denn eigentlich so oft der Heißhunger nach Süßem oder Fettigem in Stresszeiten? Wir erklären die psychologischen und körperlichen Ursachen für die Gewichtszunahme in Leistungsperioden.


Die Ursachen des Hungergefühls

Um den Zusammenhang zwischen Hunger und Stress genauer zu verstehen, sollte man sich zuerst ansehen wie das Hungergefühl überhaupt zustande kommt. Hunger ist die natürliche Reaktion des Körpers auf einen Mangel an Nahrung. Die biologische Funktion des Hungerreizes besteht in der Sicherstellung der ausreichenden Versorgung mit Nährstoffen und Energie. Reguliert wird dieser Prozess von bestimmten Hormonen im Gehirn. Die beiden Hauptakteure sind das Leptin und das Ghrelin. Das Leptin wird von unseren Fettzellen hergestellt und nach der Nahrungsaufnahme ins Blut freigesetzt. Ist der Leptinspiegel hoch, wird dem Körper ein Sättigungsgefühl vermittelt. Das zweite wichtige Hormon – Ghrelin – wurde erst vor einigen Jahren entdeckt. Ghrelin verführt zum Essen: je höher der Ghrelinspiegel im Blut, desto hungriger sind wir. Das Zusammenspiel dieser physiologischen Prozesse ist die Grundursache für den Hunger. Aber auch die Wichtigkeit der psychologischen und äußeren Einflüsse, früher noch als unwichtig abgetan, rückt immer mehr in den Vordergrund bei der Erklärung von physiologischen Veränderungen im Körper.


Die wichtige Bedeutung des Schlafs

Wer unter Stress leidet, schläft bekanntlich weniger und schlechter. Das Gehirn braucht abends aufgrund der erhöhten Belastung und herumschwirrenden Gedanken länger zum Herunterfahren und Entspannen – demnach verlängert sich die Einschlafphase und die Dauer der regenerativen REM-Phase wird nach hinten verschoben und verkürzt. Genau da liegt der Schlüssel zu stressbedingtem Übergewicht: das wichtige Hormon Ghrelin, welches ja für unser Hungergefühl zuständig ist, wird vermehrt bei Schlafmangel ausgeschüttet. Gleichzeitig wird viel weniger vom Leptin (Sättigungshormon) ausgeschüttet. So sinkt unser Sättigungsgefühl und unser Heißhunger steigt. Einen weiteren Faktor stellt die Insulin-Konzentration dar: nach schlechtem Schlaf ist diese niedriger als nach erholsamem – so wird der Zucker langsamer aus unserem Blut geschafft. Das wiederum fördert das Ansetzen von Fettreserven.

 

Einmal zum Mitnehmen?

Wer gestresst ist und Hunger hat, greift schnell mal zu hochkalorischen Nahrungsmitteln. Auch das kann biologisch begründet werden: durch Stress wird Adrenalin frei, welches im Hirn mit einem hohen Kalorienverbrauch assoziiert wird und ein Überbleibsel unserer Höhlenvorfahren-Zeit ist. Sobald eine kurze Ruhephase eintritt schreit unser Körper nach Kalorien und wir greifen zu Chips & Co.
Aber auch die offensichtlichen Faktoren dürfen wir nicht vergessen: die Zeit zum Kochen und zum bewussten Essen fehlt. Wer gestresst ist, wählt eher Fast Food und andere Take-Out Speisen. Diese haben einen höheren Zuckergehalt als selbstgekochte Mahlzeiten und enthalten zusätzliche Kalorien. Auch die Art der Nahrungsaufnahme ändert sich: statt dem bewussten Essen zu Tisch wird öfters vorm Computerbildschirm oder im Gehen gegessen. Dabei essen wir rascher und das Sättigungsgefühl setzt später ein – man isst über den Hunger hinaus.

Süßes als Belohnung

Süßes & Pikantes befriedigen zwar nicht direkt das Belohnungssystem, aber dafür die positiven Gefühle, die seit dem Kindesalter damit assoziiert werden. Wer als Kind mit Süßigkeiten belohnt wurde, erlernt dieses Verhalten und wendet es auch später im Erwachsenenalter an. So wird die „Belohnung“ mit einer Tafel Schokolade eine erlernte Tatsache und ist später schwer abzugewöhnen.

 

Fazit

Wie schlimm ist es also, sich in stressigen Zeiten mit einer Tafel Schokolade zu beruhigen? Wenn es sich um eine kurzfristige Phase handelt, dann stellt das kein Problem dar. Wenn Essen jedoch zum dauerhaften Manager unangenehmer Gefühle wird, könnte das in Übergewicht und dessen Folgen enden. Deshalb ist es wichtig, chronischen Stress so gut wie möglich zu vermeiden – in stressigen Phasen empfehlen wir deshalb, morgens präventiv einen Beutel easyrelax XL einzunehmen. So hat der Stress keine Chance.

Kategorie: Allgemein