Mobiler Segen oder Stress?

Mobile First ist zu einem Buzzword unserer Zeit geworden. Durch die Mobilisierung der Daten sollte alles einfacher werden. Weniger Stress im Job, im Alltag und in der Freizeit das wurde und wird zumindest versprochen. Unser Team hat recherchiert, ob das Versprechen in Bezug auf unseren Arbeitsalltag gehalten oder gebrochen wurde.

Was heißt überhaupt Mobilisierung der Daten?

Das ist ein Begriff, den wir definitiv noch oft zu hören bekommen werden. Mobilisierung der Daten bedeutet im Bereich der Informationstechnik, den Trend zur verstärkten Entwicklung und Nutzung von Mobilgeräten, beispielsweise Smartphones und mobile Anwendungen, sog. mobile Apps, sowie das mobile Internet.2 Einfacher erklärt: Wir sitzen nicht mehr vor unserem PC zu Hause, sondern sind immer und überall digital vernetzt.

Was hat sich durch die Mobilisierung verändert?

Kürzer wäre die Antwort auf die Frage „Was hat sich NICHT verändert?“. Ohne Zweifel hat die Mobilisierung in nahezu jedem Bereich unseres Lebens Einzug gehalten. Die Straßen und Verkehrsmittel sind voll von Menschen, die sich mit ihrem Handy beschäftigen. Teils aus privaten Gründen, aber zu einem großen Teil auch aus beruflichen. Wie können wir mit dieser Entwicklung in Richtung mobile Arbeitsgesellschaft umgehen?

Die mobile Gesellschaft.1

Obwohl man unsere Gesellschaft als mobile Gesellschaft bezeichnen kann, wird im Gegensatz dazu unsere „Sesshaftigkeit“ durch die Digitalisierung begünstigt. Home-Office, Firmenhandy und Co. sind dank modernster Kommunikations- und Informationstechnologien keine Seltenheit mehr. Immer mehr Jobs können somit ortsunabhängig wahrgenommen werden. Dies würde uns sogar ermöglichen den permanenten Zuzug in die Ballungsräume zu stoppen, die Realität sieht jedoch noch immer anders aus.

Wie entsteht Stress durch den Gebrauch mobiler Endgeräte?

Immer und überall erreichbar zu sein, lässt die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeitszeit verschwimmen. Das ist eine Tatsache, die schon mal großes Stresspotenzial bietet. Denn so ist ein bewusstes „Abschalten“ schwerer möglich. Aber auch die permanente Flut privater Nachrichten und die Angst in den sozialen Netzen etwas zu versäumen, löst oft Stress und Druck aus.

Wurde das Versprechen also gebrochen?

Natürlich können wir uns so verhalten, dass uns die Mobilisierung unterstützt und wir uns von ihr nicht unter Druck setzen lassen. Der Schlüssel dazu ist der richtige Umgang mit mobilen Geräten. Bewusstes „Abschalten“ des Smartphones ist eine von vielen Möglichkeiten, die stressreduzierend wirkt. Auch das Deaktivieren von ständig aufpoppenden Nachrichten auf unserem Sperrbildschirm ist hilfreich. Es liegt ausschließlich an uns selbst, ob wir uns von unserem Handy, Tablet und Co. „stressen lassen“. Somit ist die Antwort auf die obige Frage: Ja und Nein. Denn einerseits kann man viel Zeit sparen, wenn man von Zuhause oder unterwegs arbeiten kann, andererseits braucht es viel Disziplin, um sich nicht zusätzlich stressen zu lassen.

 

Was kann ich tun, um „Mobile First“ als Segen und nicht als Fluch zu sehen?

 

Work-Life-Balance

Beginne die Grenzen zwischen der Arbeit und der Freizeit wieder klar zu setzen, gönne dir AUSzeiten und schalte dein Handy aus. Oder entscheide dich manchmal dafür, ein Gespräch nicht anzunehmen, oder eine Nachricht zu beantworten, wenn es dein eigentliches Tun unterbricht.

Qualität statt Quantität

Stundenlang mit der besten Freundin zu plaudern, ist die eine Sache, aber Zeit verschwenden durch nicht relevante Infos – das stresst. Konzentriere dich auf sinnvolle Informationen!

Arbeit mit System

Die Arbeit in virtuellen Teams verlangt ein hohes Maß an systematischer Aufbereitung und Speicherung der Daten, um zeitsparend arbeiten zu können.

Austausch mit KollegInnen

Für ein entspanntes und trotzdem produktives Arbeitsklima braucht es nicht nur virtuelle Präsenz. Auch der persönliche Austausch ist sehr wichtig und verstärkt das Miteinander!

Reflexion

Frage dich ab und zu, ob du den „Mobilen Segen“ nützt oder ob dich Smartphone & Co so sehr im Griff haben, dass es dir nicht mal auffällt.

Halte dich an deine eigenen Regeln!

Im Grunde genommen kann man auch alle Punkte zusammenfassen: Nimmt die Selbstkontrolle ab, steigt die digitale Kontrolle! Denn jeder von uns muss seine eigene Balance finden. Und sollte der mobile Stress doch mal Überhand nehmen, empfehlen wir easyrelax direkt.

 

 

  1. Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt. Mobilisierung
  2. Wikipedia Informationstechnologie

 

Kategorie: Allgemein, Business